Expo 2025 Osaka reist weiter: Wanderausstellung bringt „Wa! Germany“ nach Deutschland
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Die Expo 2025 in Osaka endete im Oktober 2025, doch ihre Ideen wirken weiter: Mit der Wanderausstellung „Wa! Germany – Die Expo zu Gast in Deutschland“ kommt der Deutsche Pavillon nach Deutschland. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) verantwortet facts and fiction Organisation und Umsetzung der Wanderausstellung zur Expo, die Ende April 2026 im Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDZB) gestartet ist und anschließend in vielen weiteren Städten bundesweit zu sehen sein wird.
Unter dem Leitthema „Designing Future Society for Our Lives“ wurde die Expo 2025 in Osaka zum internationalen „People’s Living Lab“ – einem Experimentierfeld für innovative Ideen, Technologien und neue gesellschaftliche Modelle. Der Deutsche Pavillon „Wa! Germany“ stellte dabei die Kreislaufwirtschaft in den Mittelpunkt. „Wa“ steht im Japanischen für Kreis, Harmonie und für Staunen. Entsprechend verband der Pavillon Architektur, Ausstellung und Erlebnis zu einem ganzheitlichen Konzept. Rund 75 innovative Projekte aus Deutschland von Forschung und Entwicklung bis hin zu anwendungsnahen Lösungen wurden hier präsentiert. Die Wanderausstellung greift diesen Ansatz auf und entwickelt ihn weiter: als Plattform für innovative Projekte aus Deutschland und als Ort, an dem sich zentrale Zukunftsthemen anschaulich erleben lassen.
Ein Stück Expo und eine Plattform für Innovationen
Sechs ausgewählte Exponate aus dem Deutschen Pavillon wurden für die Tour aufbereitet und neu inszeniert. Sie stehen exemplarisch für die Bandbreite innovativer Projekte aus Deutschland: von zirkulärem Bauen über Wasserstofftechnologien bis hin zu nachhaltiger Mode und digital unterstützter Landwirtschaft. Die Exponate wurden gezielt als interaktive Anwendungen entwickelt, die komplexe Inhalte in verständliche Formate übersetzen und verschiedene Zugänge für unterschiedliche Zielgruppen bieten. Denn Spiel, Emotion und erzählerische Kraft machen Wissen lebendig. Die Exponate sind zudem so konzipiert, dass sie Generationen verbinden – von jungen Besucher*innen bis hin zu Fachpublikum. Eine besondere Rolle übernehmen dabei die „Circulars“. Als erzählerische Guides führen sie die Besucher*innen durch die Ausstellung, vermitteln Inhalte niedrigschwellig und schaffen einen persönlichen Zugang zu komplexen Themen.
Die Ausstellung versteht sich dabei nicht nur als Rückblick auf die Expo, sondern auch als Plattform: Sie positioniert sich gezielt als Schaufenster für Innovationen aus Deutschland, macht aktuelle Entwicklungen sichtbar und vernetzt Themen aus Wirtschaft und Forschung.
Ergänzt wird die Ausstellung durch einen virtuellen Zugang zur Expo: Über interaktive Stationen können Besucher*innen digital in den Deutschen Pavillon eintauchen. Der „Virtual Pavilion“ erweitert die physische Ausstellung um eine digitale Ebene der Wissensvermittlung. Er ist spielerisch, interaktiv und audiovisuell und zeigt, was Deutschland auf der Expo 2025 in Osaka vorgestellt hat.
Besucher*innen tauchen mithilfe interaktiver Stationen und der „Circulars“ in die Welt der Kreislaufwirtschaft ein und erleben Innovationen aus Deutschland unmittelbar.
Dietmar Jähn, geschäftsführender Gesellschafter bei facts and fiction.
Der Ansatz verbindet so das Thema Kreislaufwirtschaft mit einer neuen Form der Nutzung: Die Exponate werden für neue Zielgruppen erschlossen. Dass die Exponate eines Weltausstellungspavillons nach ihrem Einsatz weitergenutzt und auf Tour geschickt werden, ist bislang einzigartig und überträgt das Prinzip der Kreislaufwirtschaft konsequent in die Praxis.
Innovationen zum Anfassen
Die Ausstellung bündelt zentrale Zukunftsfelder und macht durch die Exponate innovative Ansätze aus Deutschland konkret erlebbar.
(Copyright: Stefan Schilling)
Urban Mining: Städte als zirkuläre Rohstofflager
Am Beispiel des Urban Mining Hubs von Concular zeigt das Exponat in einem Multi-Player-Spiel, wie Städte als Materiallager funktionieren können, wenn Gebäude und Infrastrukturen nicht länger als Abfall enden, sondern als wertvolle Rohstoffquellen verstanden werden.
(Copyright: Stefan Schilling)
Energy: Leitprojekte Deutschlands zum Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft
Das Exponat zeigt zentrale Technologien und Prozesse von H2Mare, H2Giga, TransHyDE, Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM. Es folgt dem Spielprinzip eines Flipperautomaten und führt die Besucher*innen von der Erzeugung über die Speicherung bis zur Nutzung.
(Copyright: Stefan Schilling)
Building: Der Pavillon als Beispiel für zirkuläres Bauen
Das Exponat vermittelt den Deutschen Pavillon als begehbares Exponat für innovatives Bauen, entwickelt mit zahlreichen Kooperationspartnern aus Deutschland. Es nimmt die Besucher*innen mit auf eine spannende Entstehungsreise des Pavillons.
(Copyright: Stefan Schilling)
Farming: Technologiebasierte Landwirtschaft
Besucher*innen erleben, wie Künstliche Intelligenz und andere Schlüsseltechnologien Erträge steigern, Ressourcen schützen und neue Wege der Produktion eröffnen. Das Exponat repräsentiert den vom Laserzentrum Hannover Food-Farming-Laser, der Unkraut ohne den Einsatz von Chemie vernichtet.
(Copyright: Stefan Schilling)
Food: Urbane Lebensmittelproduktion im zirkulären System
Das Exponat zeigt, wie Lebensmittelproduktion in der Stadt in einem geschlossenen Kreislauf funktionieren kann. In einem künstlichen Ökosystem wachsen Pflanzen, Fische und Insekten und versorgen sich gegenseitig. Angelehnt an das Spielprinzip eines Tamagotchis pflegen die Besucher*innen im Multi-Player-Game das System, halten es im Gleichgewicht und ernten schließlich die erzeugten Ressourcen.
(Copyright: Stefan Schilling)
Fashion: Neue Materialien und Produktionsansätze – weg von Fast Fashion hin zu Slow Fashion
Das Exponat vermittelt 12 innovative Projekte von Materialforschung in der Wissenschaft bis hin zu Start-ups: HydroFiChi, MOOT – Made Out Of Trash, Fungiskin, ALGEAMY, CO2Tex, Chiengora, Lyohemp, Bridge and Tunnel, Emeka Suits, NextLevelKnit, Lotta Ludwigson, Loopamid.
Besucher*innen tauchen mithilfe der „Circulars“ in die Welt der Kreislaufwirtschaft ein und erleben Innovationen aus Deutschland unmittelbar (Copyright: Stefan Schilling).
Bundesweite Tour im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie
Vom 13. April bis 13. Oktober 2025 fand in Osaka, Kansai, Japan die letzte Weltausstellung statt. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie verantwortet facts and fiction Organisation und Umsetzung der Wanderausstellung zur Expo. Nach dem Auftakt im JDZB in Berlin wird die Wanderausstellung durch Deutschland reisen. Weitere Stationen sind aktuell in Planung, u.a. in Stuttgart, München und Köln. Ziel ist es, die Inhalte der Expo einem breiten Publikum zugänglich zu machen und gleichzeitig neue Zielgruppen für innovative Projekte und zirkuläre Ansätze zu erreichen. Die Ausstellung bringt die Expo dorthin, wo sie sonst nicht erlebbar wäre und schafft neue Anknüpfungspunkte für Austausch und Vernetzung.
Herr Gesandter Kunihiko Kawazu, Stellvertretender Botschafter, Botschaft von Japan in Deutschland, bei der Eröffnung der Wanderausstellung im Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin am 29.04.2026 (Copyright: JDZB)
Über facts and fiction
facts and fiction hat die Pavillons von Deutschland, Österreich und der EU für die Weltausstellung in Japan entwickelt, die von April bis Oktober 2025 in Osaka stattfand. Die Agentur hat 25 Jahre Expo-Erfahrung und hat mit Japan insgesamt 13 Länderbeteiligungen umgesetzt. Große, bereits realisierte Projekte im Bereich öffentliche Museen und Ausstellungen sind das Bergbau-Museum in Bochum und die Berlin Ausstellung im Humboldt Forum in Berlin. Aktuell arbeitet die Agentur u.a. an der Gestaltung des Lern- und Begegnungsortes Zeppelintribüne und Zeppelinfeld in Nürnberg, an einer Dauerausstellung für das Naturhistorische Museum in Basel und an der Dauerausstellung des Buddenbrookhauses in Lübeck. In Berlin ist facts and fiction im Spannungsfeld der politischen Kommunikation tätig: Für Ministerien, Institutionen und Verbände entwickelt die Agentur unterschiedlichste analoge, hybride und digitale Veranstaltungsformate und Ausstellungen im Kontext des politischen Diskurses. 2025 konnte dort der Etat des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWE) verteidigt werden.
facts and fiction ist eine interdisziplinäre Kreativagentur mit mehr als 70 festen Mitarbeiter*innen an den Standorten Köln und Berlin. Die Agentur wurde 1992 in Köln gegründet. facts and fiction konzipiert, gestaltet und realisiert für die Bereiche Kunst, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft innovative analoge sowie digitale Projekte. Der Fokus liegt dabei auf Museen und Ausstellungen, Expo-Pavillons, Veranstaltungen, Exponaten sowie digitalen Lösungen für partizipative und individualisierte Erlebnisse.
facts and fiction hat mehr als 700 Projekte in 50 Ländern umgesetzt und wurde für seine Arbeiten bereits mit zahlreichen Awards wie dem BIE Award, dem iF Communication Award, dem ADC Wettbewerb, dem Galaxy Award oder dem Red Dot Award ausgezeichnet.
Für Presseauskünfte und Rückfragen:
Freya Paintner
Senior Project Manager & Head of Marketing and PR