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Projekt
Bundesministerium für Justiz und Verwaltung

Die Rosenburg

Das Bundesjustizministerium im Schatten der NS-Vergangenheit. Die „Rosenburg“ in Bonn war von der Gründung der Bundesrepublik bis 1973 der Sitz des Bundesministeriums der Justiz.


Im Jahre 2012 setzte das Ministerium eine Unabhängige Wissenschaftliche Kommission ein, die den Umgang der Behörde mit der NS-Vergangenheit in den Anfangsjahren der Bundesrepublik erforschen sollte. Im Oktober 2016 erschien der Abschlussbericht. Die Ergebnisse werden nun in einer umfassenden, öffentlichen Wanderausstellung einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Die Ausstellung gliedert sich in neun Bereiche. Jeder wird durch eine Stele repräsentiert, die sich durch Zeitzeugenberichte, Opfer- und Täterbiografien sowie beispielhafte Gesetzestexte dem jeweiligen Thema annähert. Die Stelen vermitteln die Doppelgesichtigkeit des Ministeriums: Sie stellen der hellen Vorderseite eine dunkle Rückseite gegenüber und zeigen einerseits das glänzende Expertentum vieler Juristen, andererseits deren dunkle Vergangenheit und tiefe Verstrickung in das NS-Unrecht. 

Dieser Eindruck wird durch die Ausstellungsgestaltung verstärkt. So vermitteln die gekippten und verzerrten Formen der Ausstellungswände ein Gefühl der Verstörung und Haltlosigkeit. Überdimensionale Bürolampen bringen sprichwörtlich ans Licht, was lange Zeit im Schatten lag.

AV-Stationen mit historischen Bild- und Tondokumenten von Zeitzeugen und Akteuren machen die Geschichte lebendig.

Zum Schluss können die Besucher ihre eigene Meinung hinterlassen. Diese können sie auf historischen Büroschreibmaschinen der Fünfzigerjahre verfassen. Für viele junge Gäste sicher ein völlig neues Schreibgefühl.

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